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21. September 2018

Wenn man an Ostfriesland denkt, dann denken viele an Kühe und noch mehr Kühe, alte, süße Ostfriesen Opis im ausgewaschenen Fischerhemd, mit Elbsegler auf dem Kopf und Tee in der Hand und neben ihnen eine Weide voller.. na?


Genau: Kühe.


Eine steife Brise weht, die Fischkudder spielen Autoscooter im Hafen und anstatt Tauben gibt es hier Möwen.
Zugegeben, ich glaube dass auf jeden Einwohner hier bestimmt fünf Kühe kommen oder man sieht nur so viele, weil man durch das platte Land so weit schauen kann.
So oder so gibt es hier ziemlich viel „Muuuh“ und auf den Deichen viel „Määäh“.
Shoppingmeilen sucht man hier vergeblich.
Hippe Instagramwände mit Flügeln drauf, vor denen man sich shooten kann, sucht man hier ebenfalls vergeblich.
Mir scheint es manchmal dass die Uhr hier einfach einen Tick langsamer schlägt.
Keine Hektik.
Immer mit der Ruhe.
Eerstmal en Koppke Tee.

Weil Ostfriesland aber noch so viel mehr zu bieten hat und nicht nur etwas für Rentner in Partnerfunktionsjacken ist, die von Fischbrötchenstand zu Fischbrötchenstand jetten, sondern sich ein Ausflug mit der ganzen Familie lohnt, möchte ich euch heute zusammen mit REWE Regional Ostfriesland nicht nur kulinarisch näherbringen, sondern euch auch zwei tolle Ausflugsziele vorstellen, die mit Kind im Gepäck definitiv eine Reise wert sind.

Zu jeder Tageszeit ein Moin, egal ob beim REWE oder beim Steuerberater, egal ob morgens oder abends, ein Moin ist hier immer richtig und klingt in meinen Ohren auch einfach viel entspannter, als ein steifes Guten Tag.
Genauso entspannt wie der Umgang miteinander sind auch die friesischen Spezialitäten: Nicht viel Schnick Schnack, keine Lebensmittel, dessen Namen man nicht aussprechen kann oder für die man um die halbe Welt fliegen muss.
Alles auf dem Teppich bzw auf dem Deich geblieben.
Das Ammerländer Land z.B besteht mehr aus Kuh, als aus Mensch und deswegen ist es bekannt für seine zahlreichen Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Frischmilch.

Der Ostfriese liebt es deftig und eher weniger clean und deswegen kommen regelmäßig Puffert un Peern, die ostfriesiche Palme, besser bekannt als Grünkohl, Labskaus, Pinkel, Snirtjebraten, Stuten, Updrögt Bohnen, Prüllkers, Friesentorte, Riesbree mit Sinbohntjes, Mehlpütt und viel, viel Fisch und Krabben auf den schönen weiß/blauen Friesenteller.
Dazu Tee mit ordentlich Klüntje und Bier aus der bekannten Brauerei, dessen Typ sich im Werbespot vor vielen Jahren in die Dünen fallen ließ.
Ob er da wohl immer noch liegt?
So oder so steht fest: In Ostfriesland muss niemand hungrig ins Bett bzw. wieder heimgehen.

Muck liebt es hier zu leben, die meisten (Siel)Orte bestehen aus Fußgängerzonen, er kann frei laufen, erkunden und auch oben auf dem Deich habe ich noch kein Auto entdecken können.
Die Zeit ist hier oft stehengeblieben und vieles erinnert noch an meine Kindheit.
Kinder, die auf der Straße mit Kreide malen, fangen und verstecken spielen oder auf dem Traktor mitfahren.

Neulich war es wieder soweit, wir wollten in einen unserer liebsten Sielorte fahren und einen schönen Tag dort verbringen: Carolinensiel.

Immer ein Besuch wert, könnte jetzt ein schlechter Werbeslogan sein, aber ja, es ist definitiv ein Ort für die ganze Familie.
Vor Jahren gab es Tage, da hatte ich nur einen 10er in meiner Hosentasche, meinen Schlüssel und Perso.
Keine Tasche.
Ich weiß gar nicht mehr wie das ist, wenn wir jetzt als Familie etwas unternehmen, könnte man meinen dass wir eine ganze Woche verreisen wollen:
Kinderwagen, Windeln, Trage, Wechselklamotten, Gummistiefel, Regenschirme, Bollerwagen, Regenjacken (es fängt hier oft aus dem Nichts an), Bücher und Spielzeug für die Fahrt, Trinken und Essen und noch viel mehr.

Vollgepackt geht es dann meist nur in den nächsten Ort.
Für Carolinensiel wollte ich etwas aus unserer Region mitnehmen bzw zubereiten.
REWE Regional hat unheimlich viele Produkte, die direkt aus deiner Region kommen, keinen langen Transportweg hinter sich haben und z.B deine Bauern in der Umgebung unterstützen.
 
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Für unseren Ausflug habe ich Äpfel, Möhren und Tomaten von REWE Regional gekauft.
Sie sind nicht nur gesund, sondern lassen sich wunderbar snacken.
Als kleines i-Tüpfelchen habe ich noch Prüllkerks gemacht.
Die gab es früher oft traditionell an Silvester, aber auch mittlerweile viel auf Märkten oder eben in meiner Brotdose.
Prüllkers sind aus Hefeteig und mit Rosinen gemacht.
Die Kinder lieben sie hier.
Für uns natürlich ohne Rum und auch so habe ich es einfach ein wenig auf uns angepasst und z.B Dinkelmehl verwendet anstatt Weißmehl.
Alles was ihr dafür benötigt:
500g Dinkelmehl
250ml Milch von REWE Regional
1 Hefewürfel
20g Rohrzucker
3 Eier
70g Butter
200g Rosinen

Außerdem noch Salz und Öl und wer hat eine Ballhäuschenpfanne oder Fritteuse.
Ich habe beides nicht, schmeckt trotzdem gleich. Gewinnt nur keinen Schönheitswettbewerb.

In einem Topf erwärmt ihr die Milch, löst die Hefe und den Zucker dann darin auf und lasst es 10 min ruhen.
In der Zwischenzeit gebt ihr 500g Mehl, 70g Butter, 3 Eier in eine große Rührschüssel und verknetet alles gut.
Nach und nach fügt ihr euer Milch Hefegemisch hinzu und am Ende die Rosinen, bis ihr einen festen Teig habt, der sich gut von der Schüssel lösen lässt.

Abgedeckt lasst ihr den Teig nun mindestens eine halbe Stunde ruhen.
Danach nehmt ihr Esslöffelgroße Stücke vom Teig ab und frittiert diese, ich habe es ganz klassisch in einem Topf voller Öl gemacht.
Klappt wunderbar, man muss nur vorsichtig sein.

Also wer sich nun schon auf XXL Chicken Wings gefreut hat, den muss ich enttäuschen: Prüllkerks sind ein Hefegebäck und ein wunderbarer Snack für unterwegs.
 
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Mit Obst, Gemüse und Prüllkers im Gepäck und all den anderen tausend Sachen, haben wir uns also auf nach Carolinensiel gemacht.
Der Sielort ist größtenteils auf Touristen ausgelegt, keine Frage, aber dann gibt es wenigstens auch etwas für Groß und Klein zu entdecken.
Wenn ich euch nun einen kleinen ostfriesischen Ort vorstelle, dann wüsste ich nicht so recht was ich euch zeigen soll, außer dass wir wieder bei dem Kuh Thema landen würden, also auf nach Carolinensiel mit seinem alten Hafen, kleinen süßen Cafés, einem Wochenmarkt, viel Kitsch und auch dem wunderschönen Strand am Ende des Spaziergangs.
Der kleine süße Hafen von Carolinensiel besticht ganz klar durch seine süßen und alten Boote.
Hier stehen keine neuen Yachten oder Hochglanzboote, sondern allerhand verspielte und mit Liebe zum Detail verarbeiteten Boote.
Man sieht alte Opis auf dem Deck arbeiten, hier und da etwas pinseln, was essen und natürlich auch einen Tee schlürfen.
Wer Sorge hat, dass sein Schlösschen in Köln bald entfernt wird, hat hier noch gute Chancen sich für immer zu verewigen.
Wie in allen Orten auf der Welt, findet der, der mit offenen Augen durch das Leben geht.
Hier und da wirst du kleine süße Gassen finden, Schilder, die einen zum Schmunzeln bringen oder eben auch sowas: Einen alten Milchtraktor.
Welch Rarität.
Es gibt viele Bänke und Sitzmöglichkeiten zum Pause machen oder einfach nur dasitzen und lieben.
Auf der Concordia könnt ihr eine entspannte Bootstour vom Hafen zum Strand von Carolinensiel machen.
Kinderwagen könnten mit drauf.
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Und weil laufen und erkunden hungrig macht, suchen wir uns früher oder später immer ein Plätzchen, um was zu snacken, zu trinken und kurz abzuschalten.
Ich habe früher oft geschmunzelt über die Leute, die ihre ganzen Brotdosen auspacken und ein ganzes Picknick dabei haben, muss aber sagen dass ich mittlerweile nicht anders bin.
Ich liebes es auswärts zu essen, aber noch viel mehr liebe ich es in der Natur zu sitzen, meine Kinder können sich frei bewegen, „laut“ sein und durch die daheim vorbereiteten Snacks ist auch für jeden etwas dabei.
Es ist frisch, gibt einem neue Energie und in unserem Fall sogar fast komplett regional.
Made in Ostfriesland sozusagen, dank REWE Regional.

Neben der Bootstour, dem Hafen, dem Strand und den vielen, süßen kleinen Gassen gibt es in Carolinensiel außerdem das Puppen Café und den Tüdelpott, bei dem es die weltbesten Waffeln gibt und anschließend kann man im Garten eine Partie Minigolf spielen oder vorne am Steg eine Runde Tretboot fahren.
Falls ihr nun Lust bekommen habt Carolinensiel einen Besuch abzustatten, packt euch einen Regenmantel, gute Laune, lecker Essen und bequeme Schuhe ein. Kühe habe ich dort übrigens noch nicht gesehen.

Ein weiteres Highlight ist natürlich das Meer.
Wenn es nicht sogar DAS Highlight ist.
Hier herrscht außerhalb der Saison fast Leere, vereinzelt triffst du am Meer auf Funktionsjacken Zwillinge, rote Nasen und am Hundestrand auch auf Fellnasen.
Die wunderschöne Nordsee ist mein Taschentuch an schlechten Tagen, die Schulter zum Anlehnen oder mein Beruhigungstee am Abend.
Das Rauschen der Wellen verzaubert mich, der Sand in der Hose danach eher weniger.
Ich kenne keinen vergleichbaren Ort, der mich mehr erdet, die Zeit vergessen lässt, so stark und zerbrechlich gleichzeitig ist.
Ich könnte euch Stunden von der wunderschönen Nordsee erzählen, gerade weil das Wasser mal da ist und mal nicht, finde ich es immer eine großartige Abwechslung.
Auch für Kinder.
Wat n Watt sag ich nur.
Und was es da alles zu entdecken gibt: Krebse, Quallen, Muscheln, Möwen.
Wenn das Wasser für ein paar Stunden fort ist, ist eine Wattwanderung ein super Erlebnis.
Deine Beine fühlen sich danach wie neu an und für die Kids ist der Schlamm natürlich ein Highlight.
Keine Sorge, an fast allen Stränden gibt es Fußduschen.
Groß und Klein können Sandburgen bauen, Wassergraben buddeln, die Gedanken durchpusten lassen und neue Energie sammeln.
Es muss also gar nicht immer weit weg und purpur blau sein, Deutschland ist in Sachen Erholung auch ganz weit oben im Regal.

Es gibt einige Seiten im Internet, auf denen man vorab schauen kann, wann Höchst- und Tiefstand des Wassers ist, ich persönlich mag aber die Überraschung, wenn man über den Deich schaut.
Für unseren Ausflug ans Meer habe ich uns sogenannte Updrögt Bohnen gemacht, welches auch wunderbar kalt schmeckt.
Normalerweise kocht man hierfür die Bohnen zusammen mit Mettwurst und Speck, das habe ich komplett rausgelassen.
Also nur Bohnen klein geschnippelt, gut durchkocht, Kartoffeln hinzugefügt und dann alles zerstampft.
Ein wenig würzen.
Fertig.
Kartoffeln gibt es z.B auch bei REWE Regional, Bohnen sogar oft im heimischen Garten.
Ein durch und durch regionales Gericht sozusagen.

Fertig sieht das Ganze dann so aus:
bild m 1
Mit Updrögt Bohnen und heißem Tee im Gepäck haben wir uns also auf zu unserem geliebten Meer gemacht.
Bild H 1
Oben auf dem Deich gibt es die wohl besten Rasenmäher der Welt: Schafe.
Es ist übrigens völliger Irrsinn, dass man glaubt dass Kinder immer eine Spielvorgabe brauchen. Ich staune immer wieder was dabei herauskommt, wenn man sie in ihrem Spielen einfach treiben lässt.
Wie kreativ und fantasievoll ihr Handeln ist.
Es gibt übrigens nichts schöneres, als die kühle Luft, die einem um die Nase weht und dazu ein Tässchen Tee.
„Heute trinke ich Tee, bis ich 2,5 Kamille habe“.
 
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Und weil das Krebse suchen natürlich auch anstrengend ist, gibt es unsere Updrögt Bohnen als Stärkung direkt zwischen Muscheln und Sand.
Wat mutt dat mutt.
Ich hoffe, ich habe euch ein wenig Lust und Hunger machen können auf unser schönes Ostfriesland.
Alles Liebe Toni

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